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DIE LINKE
DIE LINKE. Brandenburg in Aktion | Newsletter 39/2017 | 29. September 2017

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Christian Görke mit Norbert Müller, Thomas Nord, Kirsten Tackmann und Anke Domscheit-Berg (v. l. n. r.) auf der Wahlparty im Lothar-Bisky-Haus

Liebe Genossinnen und Genossen,

 

der Wahlkampf liegt hinter uns. Es waren schöne, aber auch anstrengende Wochen. Die Brandenburgische LINKE wird mit vier Mandaten im 19. Deutschen Bundestag vertreten sein. Wir möchten allen, die für DIE LINKE gestimmt haben, Danke sagen. Und natürlich geht ein ganz großes Dankeschön an die vielen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer! Wir freuen uns besonders über mehr als 1.100 Neueintritte in der LINKEN, fast 200 davon allein in Brandenburg. Offensichtlich führt das Wahlergebnis dazu, dass sich immer mehr Menschen zu einer humanen und solidarischen Alternative bekennen und dem rechten Zeitgeist Widerstand entgegen setzen wollen. Das ist gut so!

 

In den Bundestag gewählt sind Kirsten Tackmann MdB, Wahlkreis 56 (Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, nördliches Havelland), Thomas Nord MdB, Wahlkreis 63 (Frankfurt (Oder) und Oder-Spree), Anke Domscheit-Berg, Wahlkreis 60 (Brandenburg/Havel, Potsdam-Mittelmark, südliches Havelland, westliches Teltow-Fläming) und Norbert Müller MdB, Wahlkreis 61 (Potsdam, östliches Potsdam-Mittelmark). Bei den zeitgleich stattgefundenen Bürgermeister-Wahlen ist der von der LINKEN unterstützte Sven Herzberger in Zeuthen zum Bürgermeister gewählt worden. In der Stichwahl stehen Monika Nestler in Nuthe-Urstromtal, Dagmar Püschel in Eisenhüttenstadt, Winnifred Tauche in Schulzendorf und Dr. Uwe Malich in Wildau.

 

Die Ergebnisse der Bundestagwahl im Land Brandenburg sind auf der Website des Landeswahlleiters zu finden. Eine erste Interpretation des Wahlergebnisses hat Thomas Falkner auf seinem Blog veröffentlicht. Lesenswert sind auch der Wahlnachtbericht von Horst Kahrs vom Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Beitrag des Thüringer Europaministers Benjamin-Immanuel Hoff.

 

Viele Grüße aus Potsdam!

Hinweise und Zuarbeiten für den nächsten Newsletter bitte bis zum kommenden Donnerstag, 17 Uhr an newsletter@dielinke-brandenburg.de senden.

AUS DEM LANDESVERBAND

Mitgliederbrief von Christian Görke, Kirsten Tackmann und Thomas Nord vom 25. September 2017

 

Liebe Wahlkämpfer*innen,

 

die Bundestagswahl liegt hinter uns. Das Ergebnis zeigt, dass sich die gesellschaftliche Stimmung in Deutschland deutlich nach rechts verschoben hat. Das ist erschreckend. Es ist aber zugleich ein Auftrag an uns, nicht aufzugeben. Dies zeigen auch vor allem die vielen Neueintritte seit gestern Abend. In diesem Jahr können wir bereits über 160 neue Mitglieder bei uns begrüßen!

 

Das gestrige Wahlergebnis hat aber auch gezeigt, dass die LINKE kämpfen kann. Wir haben bundesweit das zweitbeste Wahlergebnis unserer Geschichte eingefahren. Dies war nur möglich, weil sich viele Genoss*innen in diesen Wahlkampf engagiert eingebracht haben. Dafür möchten wir uns, auch im Namen des Brandenburger Landesvorstandes, ganz herzlich bedanken. Wir danken den Kandidat*innen, den Kreiswahlkampfleiter*innen, dem Landeswahlbüro und den vielen Helfer*innen an Infoständen. Wir danken all denen, die Plakate gehängt haben, Infomaterial verteilt haben, die bei Aktionen und Demos dabei waren, denen die im Netz ihre Wahlempfehlung abgegeben oder einfach nur die Nachbarin überzeugt haben. Dieser Wahlkampf hat gezeigt, dass DIE LINKE in Brandenburg wahlkampffähig ist und das war für uns die beste Botschaft des gestrigen Abends.

 

Nun werden wir uns ausreichend Zeit nehmen, auch unser brandenburger Ergebnis zu analysieren und auch die Erfahrungen vor allem aus den anderen ostdeutschen Bundesländern auswerten. Denn eines zeigt sich: Auch DIE LINKE Brandenburg konnte sich dem Generaltrend, insbesondere im Osten, nicht entziehen. Hier gibt es für uns viel Stoff, über den wir nachdenken müssen und werden. Aber auch neu gesammelte Erfahrungen. Besonders im Hinblick auf die kommende Landtagswahl und die Aufgaben, die nun vor uns liegen. Kurz: jetzt ist es an der Zeit gemeinsam ehrlich über unsere Stärken und Schwächen gründlich und solidarisch zu diskutieren. Und diese Zeit nehmen wir uns.

 

Aber natürlich hat das Ergebnis auch Enttäuschungen mit sich gebracht. Besonders groß ist die Trauer bei denen, die den Einzug in den nächsten Bundestag nicht geschafft haben und bei ihren Teams. Auch unsere Bürgermeisterkandidat*innen, die es nicht in die Stichwahl geschafft haben, sind möglicherweise enttäuscht. Und besonders hart war der gestrige Abend sicher auch für Harald Petzold, der dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören wird. Das stellt auch die Landesgruppe im Bundestag vor neue Herausforderungen.

 

Euch allen möchten wir Danke sagen und allen Gewählten herzlich gratulieren.

 

Ihr alle habt toll gekämpft und alles gegeben. Wir sind sicher, auch ihr lasst euch von diesem Rückschlag nicht entmutigen. Denn eines hat der gestrige Abend ganz deutlich gezeigt: dieses Land braucht eine starke LINKE mehr denn je. Lassen wir also den Kopf nicht hängen und kämpfen wir weiter für eine solidarische, friedliche und weltoffene Gesellschaft!

 

Mit kämpferischen Grüßen,

Christian Görke, Kirsten Tackmann und Thomas Nord

AUS DEM JUGENDVERBAND

Komm mit zur antifaschistischen Bildungsreise nach Warschau!


Zwischen Juli und September 1942 deportierten die deutschen Besatzer mehr als 240.000 Jüdinnen und Juden aus dem Warschauer Ghetto in das Vernichtungslager Treblinka. Am 19. April 1943 begann die jüdische Kampforganisation "Żydowska Organizacja Bojowa" einen bewaffneten Aufstand gegen die SS, um ein Zeichen gegen die Liquidierung des Ghettos zu setzen. Während der rund vier Wochen dauernden Kämpfe wurden mehr als 56.000 Jüdinnen und Juden von SS- und Polizeieinheiten getötet oder deportiert. Nur wenigen gelang die Flucht. Vom 25. bis 29. Oktober 2017 wollen wir uns auf die Spuren des Aufstands machen, und an die Geschehnisse erinnern. Auf dem Programm stehen außerdem die Auseinandersetzung mit der deutschen Besatzung Warschaus und der aktuellen politischen Lage in Polen. Die Bildungsreise wird in Kooperation von den Bildungspartisanen Berlin-Brandenburg, Linksjugend [’solid] Brandenburg, Linksjugend [’solid] Berlin und SJ – Die Falken Brandenburg organisiert. Alle Infos unter: www.bildungspartisanen.eu

AUS DEN KREISVERBÄNDEN

Dahme-Spreewald: Konzept für Geschlechtergerechtigkeit beschlossen


Der Kreisvorstand Dahme-Spreewald hat auf seiner Sitzung am 18. September 2017 einstimmig ein Konzept zur Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit beschlossen. Monika von der Lippe, Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, zeigte sich darüber sehr erfreut: "Damit sind die LINKEN in Dahme-Spreewald der erste Kreisverband in Brandenburg, der ein solches Konzept zum Bestandteil seiner Arbeit macht." Beschluss des Kreisvorstandes vom 18.09.2017 (Download-Link)

AUS DEM LANDTAG

Landtagssitzung im September

In dieser Woche trat der Landtag zu seiner Sitzung im Monat September zusammen. Die Linksfraktion informiert auf ihrer Webseite über Aktuelle Stunden und Debatten, über wichtige Redebeiträge unserer Abgeordneten und über Anträge und Initiativen der Linksfraktion, die während der aktuellen Plenarsitzung verhandelt wurden.

 

Das September-Plenum begann mit einem Gedenken an die beiden im Einsatz ums Leben gekommenen freiwilligen Feuerwehrleute der Gemeinde Kloster Lehnin und mit einer Aktuellen Stunde zur Absicherung der Angehörigen von verunglückten Feuerwehrleuten. Eine weitere Aktuelle Stunde hatte die LINKE im Landtag zum Thema Verbraucherschutz beantragt, denn die 2012 von der damaligen Verbraucherschutzministerin Anita Tack vorgelegte verbraucherpolitische Strategie war ein Erfolg, wie eine externe Evaluierung gezeigt hat, doch es gibt neue Herausforderungen, zu denen auch die Digitalisierung gehört. Weiterhin ging es u. a. um die Arbeitsbedingungen von Lehrerinnen und Lehrern, Gebührenfreiheit im Bereich der Berufsqualifikation und -fortbildung, die seniorenpolitischen Leitlinien der Landesregierung und Hilfe für den Rudower See.

 

Der Linksdruck-Newsletter September 2017 berichtet über die Plenarwoche und kann auf der Website der Linksfraktion im Landtag Brandenburg abonniert werden.

Integration ist nicht Reden, sondern Tun

Zum Tag des Flüchtlings am 29. September 2017 erklärt die asyl- und flüchtlingspolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag, Andrea Johlige: "Abschottung und Abschreckung werden im Europa 2017 weiter vorangetrieben. Die Flüchtlinge werden bekämpft, nicht die Ursachen, die zu ihrer Flucht geführt haben. Einen legalen und sicheren Weg nach Europa gibt es nach wie vor nicht. Menschen werden durch die bürokratischen Dublin-Regelungen kreuz und quer durch Europa geschickt. Menschen, die bei uns in Brandenburg Schutz suchen, werden wir auch weiterhin willkommen heißen, sie gut unterbringen, versorgen und ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Integration. Mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Landesaufnahmegesetz wurde die Migrationssozialarbeit deutlich verbessert: Bei der unterbringungsnahen Sozialarbeit wurde der Betreuungsschlüssel auf 1:80 gesenkt und der Fachberatungsdienst der Migrationsarbeit mit landesweit 54 Stellen neu geschaffen. Auch die Anzahl und das Angebot der Integrationskurse in Brandenburg sind mittlerweile deutlich verbessert worden." weiterlesen

Gedenken und Handeln gegen Diskriminierung

Der Landtag Brandenburg hat am 28. September 2017 ein­stimmig einem Antrag von SPD, LINKEN und Grünen zugestimmt, der die Landes­regierung beauftragt, eine Verein­barung mit dem Landes­verband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg abzuschließen. Dazu erklärt die kultur­politische Sprecherin der LINKEN im Landtag, Gerrit Große: "Die Landtagsdebatte war ermutigend, den Kampf gegen die Diskri­minie­rung von Sinti und Roma in unserem Land und bundes­weit fortzusetzen. Hier gibt es viel zu tun, das haben wir im Bundestagswahlkampf auch in Brandenburg erlebt. Wenn vor den Gedenkstätten in Sachsenhausen und Ravensbrück, aber auch andernorts, Plakate mit dem Slogan 'Geld für Oma statt für Sinti und Roma' hängen, ohne dass sich die Kommunen zum Abhängen dieser rassistischen Plakate entschließen, dann läuft etwas schief. Dann ist Handeln des Staates gefordert. Deshalb soll die Landesregierung gemeinsam mit dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma eine Vereinbarung erarbeiten und abschließen. In einem Bundesland, in dem die Minderheit der Sinti und Roma zwischen 1933 und 1945 fast ausgelöscht wurde und auf dessen Territorium auch danach sich nur wenige wieder ein Zuhause aufgebaut haben, ist das die Verpflichtung der nachgeborenen Generationen."

Linksfraktion will Lehrkräfte besser ausbilden


Das inzwischen 21. Dienstagsgespräch der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg und der Linksfraktion im Landtag am 26. September 2017 fand an einem ungewöhnlichen Ort statt. Die bildungspolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag, Kathrin Dannenberg, begrüßte die 40 Gäste im Saal 3 des Thalia-Kinos in Potsdam. Anlass war das Thema Lehrerbildung, über das die Politikerin gemeinsam mit den Anwesenden diskutieren wollte. Noch in diesem Jahr wird sich der Landtag mit dem Lehrerbildungsgesetz befassen und DIE LINKE wollte hören, was aktuell nicht optimal läuft und was verbessert werden kann. Zur Einstimmung auf das Thema zeigten Stiftung und Fraktion in Kooperation mit dem Kino den Dokumentarfilm "Zwischen den Stühlen", für den der Absolvent der Filmuni Babelsberg Jakob Schmidt drei Jahre lang Lehramts-Referendare in Berlin begleitete. Der Film zeigt eindrücklich die Schwierigkeiten und Probleme, aber auch die schönen Seiten der Ausbildung. Im Anschluss stellte der Leiter des Studienseminars Bernau Dr. Lacher klar, dass sich das Referendariat in Brandenburg deutlich von dem in Berlin unterscheidet. Dennoch gab es von den anwesenden Studierenden und Referendaren einige Hinweise, was noch besser geht. Die Schulleiterin einer Grundschule in Potsdam verwies aber auch darauf, dass es an Anerkennung für jene Lehrkräfte mangelt, die die Ausbildung begleiten. weiterlesen

35 Jahre Museum der Gedenkstätte des KZ-Aussenlagers Lieberose/Jamlitz


Unsere Landtagsabgeordnete Andrea Johlige bloggte am 12. September 2017:

Heute fand im Museum der Gedenkstätte des KZ-Außenlagers Lieberose/Jamlitz eine kleine Feier anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Museums statt. Ich habe im November 2016 das Museum besucht und habe mich sehr gefreut, als die Einladung zur Jubiläumsfeier kam. Deshalb habe ich mich heute auf den Weg gemacht, um dem Trägerverein und vor allem dem Leiter des Museums, Peter Kotzan, meine Glückwünsche zu übermitteln. Zur Geschichte des Lagers und zum Museum habe ich hier im Blog bereits sehr ausführlich berichtet und verweise deshalb auf den damaligen Artikel. Die Feier heute war recht klein gehalten. Umso familiärer ging es zu und nach einer kleinen Feierstunde mit Vorträgen, einem Filmbeitrag und musikalischen Einlagen bestand noch etwas Raum für Gespräche. Besonders habe ich mich gefreut, dass es mittlerweile gelungen ist, Lottomittel des Landes für die dringend notwendige Sanierung der Betonplatte des Mahnmals zu bekommen. Bei meinem Besuch hatte ich auf diese Möglichkeit hingewiesen und den Kontakt vermittelt. weiterlesen

AUS DER LANDESREGIERUNG

Finanzministerium feiert Erfolg bei Potsdamer Wasserspielen


Foto: privat

Der 24. September 2017 war nicht nur der Tag der Bundestagswahl, sondern auch der diesjährige Tag der Potsdamer Wasserspiele. Erstmals nahm daran auch ein Team des Finanzministeriums um Minister Christian Görke teil. Es startete im Rennen der Zehner-Mannschaftscanadier über eine Strecke von 200 Metern. Die Beschäftigten hatten schon zuvor ihre Freizeit geopfert und ein Training im Sportpark Luftschiffhafen absolviert. Mit ihnen traten am Renntag insgesamt 55 Teams von Betrieben, Sportvereinen oder Behörden aus der Region an. Am Ende reichte es für das Boot des Finanzministeriums für einen guten vierten Platz, mit dem alle Aktiven rundum zufrieden waren.

Almuth Hartwig-Tiedt zieht Zwischenbilanz


Die Sitzung des Brandenburger Landtags, die in dieser Woche stattfand, nutzte Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt, um eine Zwischenbilanz zu den von ihrem Haus angeschobenen Maßnahmepaketen zu ziehen. Dabei wurde deutlich, dass zur Hälfe der Legislatur die im Koalitionsvertrag vereinbarten Programme wie das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm, das Familienpolitische Maßnahmeprogramm, das Behindertenpolitische Maßnahmepaket und die Seniorenpolitischen Leitlinien erfolgreich auf den Weg gebracht wurden und jetzt umgesetzt werden. Der Aktionsplan "Queeres Brandenburg" wird jetzt erstellt und soll im Dezember dem Kabinett vorgelegt werden. Alle Maßnahmeprogramme für die verschiedenen Lebenbensbereiche wurden in einem breitem Dialogprozess mit den Betroffenen erarbeitet. Dabei war es Ziel, neue Erkenntnisse über Potenziale, aber auch aktuelle Fragen und Probleme von Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen, Frauen und LSBTQ- Menschen zu gewinnen. Hartwig-Tiedt machte deutlich, dass sich die Bedürfnisse der in den Maßnahmepaketen angesprochenen Personen ständig ändern. Dies stellt neue Herausforderungen dar, denen aber mit den Maßnahmepaketen Rechnung getragen wird. Mit der Gesamtheit der Landesprogramme und aller Initiativen wird das Vorhaben umsetzt, das Land Brandenburg zu einem noch lebenswerteren Land zu machen.

Görke informiert über Cottbuser Polizeistandort Bonnaskenplatz


Foto: MdF / A. Kahlisch

Für die Fragestunde der Landtagssitzung diese Woche hat eine Frage zum Gebäudezustand am Cottbuser Polizeistandort Bonnaskenplatz vor. Der für die Liegenschaften zuständige Finanzminister Christian Görke hatte sich bereits Anfang September selbst ein Bild vor Ort gemacht (Foto). Im Landtag betonte der Minister: "Mein Ziel ist es, schnellstmöglich eine Interimsunterbringung zu erreichen. Hierfür werden mein Haus und der Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) alles Erforderliche tun, um für die Polizeibeamten endlich vertretbare Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dazu wird konkret die vorübergehende Unterbringung in einem Mietobjekt in der Gaglower Straße geplant." Auch die Neubaumaßnahme auf der landeseigenen Liegenschaft in der Juri-Gagarin-Straße werde weiter voran gehen. Doch der Umzug hänge vom Abschluss der erforderlich gewordenen neuen Planungsarbeiten am Raumkonzept der Polizei an diesem Standort ab.

Finanzsituation der Brandenburger Kommunen


Foto: MdF / Eric Koschorreck

Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski hat anlässlich der in Berlin stattfindenden Konferenz "Kommunales Infrastruktur-Management" am 22. September 2017 einen Fachvortrag zum Thema "Kommunalfinanzen – Aktuelle Erfahrungen und Herausforderungen" gehalten. Auf der Konferenz wurden wissenschaftliche Arbeiten präsentiert, in denen aktuelle Fragestellungen mit Bezug zum kommunalen Infrastruktur-Management untersucht werden. In ihrem Vortrag sprach die Finanzstaatssekretärin über die Finanzsituation der Brandenburger Kommunen und den kommunalen Finanzausgleich in der Mark. Sie verwies darauf, dass bei den Steuereinnahmen noch immer erhebliche Unterschiede zwischen den alten und neuen Ländern existieren. Mit rund 60 Prozent liegen die neuen Länder weiter unter dem Niveau der Einnahmen der westlichen Länder. Die zukünftigen Neuregelungen der Bund-Länder-Finanzbeziehungen ab dem Jahr 2020 haben erhebliche Auswirkungen auf die Brandenburger Kommunen und stellen das Land vor neue Herausforderungen, die bis dahin bewältigt werden müssen.

Verhütung darf keine Kostenfrage sein


Alle Frauen sollen so verhüten können, wie es für sie am besten ist – selbstbestimmt und auch mit geringem Einkommen. Mit diesem Ziel beteiligt sich pro familia in Ludwigsfelde derzeit am Bundesmodellprojekt zu Beratung, Information und Kostenübernahme von Verhütungsmitteln. Monika von der Lippe informierte sich am 22. September 2017 bei den Mitarbeiterinnen des Projekts, das allerdings auf den Landkreis Teltow-Fläming beschränkt ist. Notwendig wäre eine bundesweite Regelung zur Kostenübernahme, das wird schnell klar. Wie notwendig sie ist, zeigt sich an der sehr hohen Zahl der Anfragen im ersten Halbjahr, aber auch an der von Anfang an reibungslosen Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten und Apotheken. Es gibt eine große Anzahl von Frauen im Landkreis, die so wenig Geld haben, dass sie vom Projekt profitieren können. Eine gute Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit ist dennoch eine wichtige Grundlage, denn: "Über Verhütung spricht man nicht. Dabei gibt es große Unterschiede in Hinblick auf die Kosten und die gesundheitliche Belastung. Auch ist häufig unbekannt, welche Leistungen Ärzte abrechnen können", so die Projektleiterin Nicole Violet. Mehr Informationen: www.biko-verhuetung.de

163 Diplome an der Fachhochschule für Finanzen vergeben


Foto: FHF / Westphal

163 Diplome und Laufbahnprüfungszeugnisse in der Beamtenlaufbahn des gehobenen Dienstes in der Steuerverwaltung haben Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski und ihre Berliner Amtskollegin, Finanzstaatssekretärin Dr. Margaretha Sudhof, am 22. September 2017 an die Absolvent*innen der Fachhochschule für Finanzen überreicht. Staatsekretärin Trochowski gratulierte den Diplomand*innen in Königs Wusterhausen herzlich und hob in ihrer Festrede hervor: "Die Tätigkeit in der Steuerverwaltung ist durch eine hohe Dynamik geprägt. Die zunehmende Digitalisierung in allen Bereichen des täglichen Lebens führt seit einigen Jahren auch in der Finanzverwaltung zu tiefgreifenden Veränderungen. Wichtige Vorhaben, wie der Einsatz einheitlicher Softwarelösungen zwischen den Ländern oder der Ausbau elektronischer Kontrollsysteme stellen Lernende und Lehrende vor neue Herausforderungen, denen wir uns täglich stellen." weiterlesen

Erinnerung an Vorkämpferin für die Rechte von Frauen und Homosexuellen


Im Gedenken an Johanna Elberskirchen und ihre Lebensgefährtin Hildegard Moniac, die einen Großteil ihres Lebens in Rüdersdorf verbrachten, hat die Gemeinde eine Gedenktafel installiert. Landesgleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe besuchte die Tafel am 21. September 2017 und zeigte sich erfreut darüber, wie intensiv das Andenken in die Arbeit der Gemeinde einbezogen wird. Gemeinsam mit dem Bürgermeister von Rüdersdorf und der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten besprach sie weitere Formen der Erinnerung an Johanna Elberskirchen, die sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts für den Zugang von Frauen zu höherer Bildung, gegen häusliche Gewalt, die Ausbeutung von Prostituierten und später im Wissenschaftlich-Humanitären Komitee von Magnus Hirschfeld auch für die Gleichberechtigung von Homosexuellen einsetzte. Mehr Informationen: http://lesbengeschichte.org/staedte_tipp_ruedersdorf_d.html

Christian Görke trifft Brandenburger Jugendverbände


Foto: Landesjugendring Brandenburg

Finanzminister Christian Görke nahm sich Zeit für ein Gespräch über jugendpolitische Themen. Am 21. September 2017 besuchte er den Hauptausschuss des Landesjugendrings Brandenburg e. V. Dabei tauschte er sich mit den Jugendverbänden und kommunalen Jugendringen über die Ausstattung des Landesjugendplans, die Verbesserung der Ehrenamtsförderung sowie die Zukunft der Freiwilligendienste im Land Brandenburg aus. Görke betonte, dass ein warmer Handschlag als Dank für das Engagement der vielen Brandenburger Ehrenamtlichen nicht ausreicht, und stellte eine Ausweitung der Vergünstigungen durch die Ehrenamtskarte der Länder Brandenburg und Berlin auch im ÖPNV in Aussicht. Die Finanzierung der Freiwilligendienste, die zu einem Teil aus dem Europäischen Sozialfonds gestellt wird, ist in Brandenburg noch bis 2020 gesichert. Wie es danach mit der europäischen Förderung weitergeht, ist offen. Finanzminister Görke ist diese Problematik bewusst. Er bekräftige wie wichtig und wertvoll die Freiwilligendienste für Brandenburg seien und sicherte Unterstützung zu. weiterlesen

Bestensee: Umkleidekabinen für Frauenfußballerinnen eingeweiht


Als Landesgleichstellungsbeauftragte nahm Monika von der Lippe am Richtfest für einen Neubau in Bestensee teil. Nach dem Motto "Sport gestaltet Gesellschaft" ist der Bau und die Einrichtung von Umkleidekabinen für Frauen eine sehr praktische gleichstellungspolitische Maßnahme. Auf diese Weise werden Sportmöglichkeiten für Frauen geschaffen und sie können gleichermaßen auch für Fußball begeistert werden. Nunmehr werden weibliche Schiedsrichterinnen in Bestensee separate Kabinen haben, werden gemischte Mannschaften trainieren können und parallel Männer-und Frauenmannschaften spielen können. Derzeit trainieren 17 Spielerinnen im Alter zwischen 14 und 36 Jahren auf dem Platz. Somit ist die Baumaßnahme ein sehr praktischer und grundlegender Beitrag zu einer Gleichstellung von Frauen im Sport.

AUS DEM BUNDESVERBAND

Bundesdelegiertenkonferenz der BAG DIE LINKE.queer


Am 9. und 10. Dezember 2017 findet im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin die nächste Bundesdelegiertenkonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer statt. U. a. findet turnusgemäß die Neuwahl des Bundessprecher*innenrates statt, außerdem soll die Zielsetzung der BAG für die nächsten zwei Jahre abgesteckt werden. Anträge an die Hauptversammlung können bis spätestens drei Wochen vor dem anberaumten Termin beim Bundessprecher*innenrat eingereicht werden. Sie werden allen Mitgliedern spätestens zwei Wochen vor Beginn der Konferenz zugestellt. Hiervon ausgenommen sind Initiativ- und Dringlichkeitsanträge. Für Rückfragen steht der Bundessprecher*innenrat unter info@die-linke.lgbt zur Verfügung. Einladung Delegiertenkonferenz (Download-Link)

ROSA LUXEMBURG STIFTUNG

Bildungsprogramm Oktober


Wir möchten auf das Bildungsprogramm für den Oktober 2017 hinweisen. Ausführlichere Informationen zu einzelnen Veranstaltungen gibt es auf der Website der RLS Brandenburg.

"Die Darstellung der DDR in den Medien" – Vortrag und Diskussion in Potsdam

In der Reihe "GebrauchsWerte Medien" lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung zu einer Veranstaltung mit dem Autor und Journalisten Matthias Krauß ein. Matthias Krauß beschäftigt sich seit langem mit der öffentlichen Darstellung der DDR-Geschichte und wird im Gespräch mit Frank Schubert über das Bild der DDR in den Medien reden: "Die Darstellung der DDR in den Medien", Vortrag und Diskussion mit Matthias Krauß (Journalist und Autor), Moderation: Dr. Frank Schubert. Donnerstag, 5. Oktober 2017, 18 Uhr in der Landesgeschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Atrium), Potsdam, Dortustr. 53.

Kommunalpolitik mit Links – Ein Qualifizierungsangebot für Teamende


In den nächsten drei Jahren stehen in zwölf Bundesländern Kommunalwahlen bevor. Allein im "Super-Kommunalwahl-Jahr" 2019 wird in neun Bundesländern gewählt. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung will individuelles kommunalpolitisches Engagement entwickeln helfen und potentielle Mandatsträger*innen bzw. Menschen, die sich eine Kandidatur vorstellen können, im Prozess bis zur möglichen Kandidatur, Wahl und Mandatsausübung mit Bildungsangeboten begleiten und das notwendige Wissen und "Handwerkszeug" vermitteln. Für Teamer*innen in der politischen Bildung eröffnet sich hier ein vielfältiges Betätigungsfeld. In der Zeit vom 26. November bis 02. Dezember 2017 führt die Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Ausbildung für Teamer*innen durch. Mit diesem Kompaktseminar sollen ehrenamtliche wie hauptberufliche politische Bildner*innen zu eigenständig arbeitsfähigen Teamer*innen im Bereich der Mandatsträger*innenvorbereitung und Weiterbildung im linken Spektrum qualifiziert werden, die zielgruppenspezifische Lernangebote für Aktive in der Kommunalpolitik konzipieren und durchführen können. Hierbei werden den angehenden Teamer*innen anhand sachpolitischer Fallbeispiele aus der Kommunalpolitik vor allem Vermittlungskompetenzen und Kompetenzen in Prozessgestaltung vermittelt. Teilnehmer*innen-Beitrag 150,00 EUR / 90,00 EUR ermäßigt (inkl. Seminarunterlagen sowie Übernachtung im Doppelzimmer und Vollverpflegung.) Die Fahrtkosten sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen. Anmeldung bis zum 16. Oktober 2017 an salvador.oberhaus@rosalux.org.

 

STELLENAUSSCHREIBUNGEN

Finanzämter werben auf Brandenburgs Ausbildungsmessen


Foto: MdF / Anita Back

Wer im kommenden Jahr eine Ausbildung oder ein Studium in Brandenburgs Finanzverwaltung beginnen möchte, der kann sich in diesen Wochen auf einen der zahlreichen Ausbildungsmessen eingehend informieren, auf denen die Ausbildungs-Experten*innen der Finanzämter vertreten sein werden. Von Bad Liebenwerda über Potsdam, Berlin-Moabit, Frankfurt (Oder), Zehdenick, Cottbus bis Wildau sind Brandenburgs Finanzämter in den kommenden Wochen auf Ausbildungs- und Studienmessen vor Ort. Wann wo genau welches Finanzamt mit seinen Ausbildungs-Experten informiert, erfährt man übersichtlich auf der Seite http://steuer-deine-zukunft.de/de/veranstaltungen/. Das Online-Bewerbungsverfahren für die Einstellung 2018 ist noch bis zum 26. November 2017 geöffnet.

Werkvertrag: Mediale Bildungsarbeit, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Vergabe eines Werkvertrags in Anlehnung an VOL/A §3 (5) freihändige Vergabe: Werkvertrag zur konzeptionellen Gestaltung und Durchführung der internetbasierten und medialen Bildungsarbeit der RLS im Rahmen des People’s Climate Summit und der COP 23 in Bonn. Die schriftliche Bewerbung ist bis zum 30. September 2017 einzureichen. Zur Ausschreibung

Tunis: Project Manager, Rosa-Luxemburg-Stiftung

The Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) is hiring from the 1st of November 2017, a full-time Project Manager for our project "Independent universities and promotion of critical research and teaching as a contribution to democratization in Tunisia and Lebanon". The position is based in their office in Tunis. The deadline for applications is 30 September 2017. Job offer

Erzieherin, Mädchenzukunftswerkstatt Teltow

Der Humanistische Verband Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., sucht zum 1. November 2017 eine Erzieherin in der Mädchenzukunftswerkstatt Teltow in Teilzeit mit mind. 20 Stunden. Bewerbungen sind bis zum 11. Oktober 2017 einzureichen. Zur Ausschreibung (Download-Link)

Referatsleiter*in Verwaltung/Vergabe, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung sucht spätestens zum 1. Januar 2018 eine*n Referatsleiter*in Verwaltung/Vergabe im Bereich Finanzen – IT – Zentrale Aufgaben (FIZ). Schwerpunkt der ausgeschriebenen unbefristeten Stelle ist die Leitung des Referats Verwaltung sowie die Gewährleistung aller anstehender Verwaltungsarbeiten in der Rosa-Luxemburg Stiftung. Bewerbungsschluss ist 16. Oktober 2017. Zur Ausschreibung

Sachbearbeiter*in Personal, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung sucht zum 1. Januar 2018 eine*n Sachbearbeiter*in Personal im Personalstab (75-Prozent-Stelle), angebunden an das Büro der Geschäftsführung. Es handelt sich um eine unbefristete Stelle in Teilzeit (29,25 Wochenstunden). Bewerbungsschluss ist der 23. Oktober 2017. Zur Ausschreibung

TERMINE

30. September 2017, 10 Uhr

Gemeinsame Sitzung von Landesvorstand und Landesausschuss

Potsdam, Hannah-Arendt-Gymnasium, Haeckelstr. 72

 

14. Oktober 2017, 10 Uhr

Treffen der Facharbeitsgemeinschaft Flucht und Migration

Potsdam, Lothar-Bisky-Haus

 

14. Oktober 2017, 15 - 18 Uhr

Treffen der LAG SozialGesund

Potsdam, Kreisgeschäftsstelle, Zeppelinstr. 7

 

28. Oktober 2017, 10 Uhr

Treffen der LAG Umwelt

Fürstenwalde, Kreisgeschäftsstelle der LINKEN, Mühlenstr. 15

 

9. Dezember 2017

Jahresabschlussfeier Facharbeitsgemeinschaft Flucht und Migration

Ort steht noch nicht fest

REDAKTION

Redaktion dieser Newsletter-Ausgabe:

Anja Mayer, Christiane Graf

IMPRESSUM

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