Marek Lipp: Freiwillig statt Zwang!
Zu den Plänen der Bundesregierung parallel zur Wehrpflicht auch wieder einen verpflichtenden Zivildienst einzuführen, erklärt der stellvertretende Landesvorsitzende der Linken in Brandenburg, Marek Lipp:
„Junge Menschen sind kein Lückenbüßer für einen Sozialstaat, den die Bundesregierungen über Jahre kaputtgespart haben. Ein verpflichtender Zivildienst droht dringend notwendige Reformen für reguläre und tariflich bezahlte Arbeit im sozialen Arbeitsmarkt zu verhindern. In der Pflege, den Rettungsdiensten oder sozialen Einrichtungen brauchen wir gut ausgebildete und ordentlich bezahlte Beschäftigte statt staatlich verpflichtete Billigarbeitskräfte.“
Die Bundesregierung trifft nach eigenen Angaben Vorkehrungen für die Einführung eines neuen Zivildienstes für den Fall, dass auch die Wehrpflicht wieder eingeführt werden sollte.
„Der Staat sollte jungen Menschen nicht vorschreiben, wie sie ein Jahr ihres Lebens zu verbringen haben“, kritisiert der Marek Lipp, der auch Bundesgeschäftsführer der Linksjugend ‘solid ist. „Das gilt für die Wehrpflicht, genauso wie für den Zivildienst.“
„Wir unterstützen alle Angebote, die die Voraussetzung schaffen, dass junge Menschen sich sozial engagieren können – übrigens ohne Einbußen künftig bei der Rente dafür in Kauf nehmen zu müssen! Wir wollen, dass sie sich für die Arbeit in sozialen Einrichtungen orientieren, in die Pflege reinschnuppern können, dass sie einen Beitrag leisten für die Gesellschaft. Aber dieses muss freiwillig erfolgen.
Zivile und militärische Zwangsdienste lehnen wir Linken ab und wollen den Bundesfreiwilligendienst weiterhin zu fördern. Dieser trägt genauso zur Förderung von Demokratie und gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein bei wie ein Zivildienst und animiert schon heute junge Menschen z.B. eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen.“
