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Newsletter
04. September 2026

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Kitas: Kollaps verhindern!

Seit Jahren stellen sich Eltern, Träger und Beschäftigte beim „Kita-Kollaps“ gegen die Verschlechterung der Betreuungsbedingungen in Brandenburgs Kitas. Die Linke Brandenburg fordert eine klare Prioritätensetzung:

„Statt sinkende Kinderzahlen zu nutzen, um mit gleichbleibendem Mitteleinsatz endlich bessere Betreuungsqualität zu ermöglichen, setzt die Landesregierung schon wieder den Rotstift an. Die bereits zugesicherte Verbesserung des Personalschlüssels im Krippenbereich wird gestrichen, obwohl sinkende Kinderzahlen das Potenzial für Verbesserungen in allen Altersgruppen eröffnen würden. Die Streichung der 3. Betreuungsstufe über 8 Stunden wird zu weiteren Einschränkungen des Angebots führen. Familien werden zusätzlich belastet, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird gerade für Alleinerziehende noch schwieriger. Und statt die dringend benötigten Fachkräfte in den Kitas zu halten und zu entlasten, werden Träger zu Entlassungen gezwungen.“, stellt Kathrin Dannenberg, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung und Schule fest.
Stephan Wende, stellvertretender Landesvorsitzender, ergänzt: „Mit dem Entfall des Kostendeckels für das Mittagessen droht Eltern eine Vervielfachung ihrer Kostenbelastung. Damit hinge es künftig vom Geldbeutel der Eltern ab, ob ein Kita-Kind mittags eine warme Mahlzeit bekommen kann. Das ist absolut inakzeptabel! | Weiterlesen

Aus dem Landesverband

Anne-Frieda Reinke: Opferschutz endlich ernst nehmen!

Anne-Frieda Reinke: Opferschutz endlich ernst nehmen!

Innerhalb weniger Tage wurden zwei Frauen in Oder-Spree Opfer schrecklicher Gewalttaten. Die Morde haben landesweit großes Entsetzen ausgelöst. Die stellvertretende …

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Digitales Montagsgespräch

Kinder- und Jugendpolitik steht auch in Brandenburg vor großen Herausforderungen: Während die Bundesregierung eine Reform des SGB VIII plant, drohen vielerorts Kürzungen bei Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Gleichzeitig versuchen rechte Strukturen – gestärkt durch AfD-Fraktionen in Kommunen und Landkreisen – zunehmend, Einfluss auf jugendpolitische Einrichtungen und Projekte zu nehmen.

Dazu laden wir herzlich ein zu unserem nächsten digitalen Montagsgespräch

am 7. September 2026 ab 19:00 Uhr. | Weiterlesen

Aus den Kreisen

LDS: 55 Jahre Mahnmal Lieberose

Am 12. September 1971 wurde der Grundstein für das Mahnmal Lieberose gelegt, ein Jahr später öffnete das Museum. Zum 55. Jahrestag lädt der Förderverein zu einer Gedenkveranstaltung ein.
Der Anlass für das Mahnmal liegt im Winter 1945: Zwischen dem 2. und 4. Februar ermordete die SS im KZ-Außenlager Lieberose/Jamlitz die Häftlinge, die den Todesmarsch nicht antreten konnten, und verscharrte sie in Massengräbern. Eines davon wurde im Mai 1971 in einer Kiesgrube bei Staakow gefunden: die Gebeine von 577 Menschen, überwiegend jüdischen Häftlingen.

Bei der Veranstaltung werden drei neue Gedenktafeln eingeweiht. Sie erinnern an Angelo Anticoli aus Italien, Szmul Kohn aus Polen und Sidor Jerimejew aus der Sowjetunion. Sprechen werden unter anderem Kerstin Michelchen, Bürgermeisterin von Lieberose, die 1971 bei der Grundsteinlegung dabei war, und die Landtagsabgeordnete Nadine Graßmel.

Der Förderverein wurde 1994 gegründet und bis zu seinem Tod 2024 von Peter Kotzan geleitet. Seither haben sich neue Mitglieder gefunden, die die Arbeit fortsetzen. Gerade jetzt ist dieses Erinnern keine Selbstverständlichkeit. Wer sich für historische Wahrheit einsetzt, tritt zugleich Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit entgegen.

Wann? 12. September, 11 Uhr
Wo? Mahnmal Lieberose, Bahnhofstraße 6, 15868 Lieberose

Potsdam: Radverkehrskonzept 2026–2035: Gute Ansätze – aber erneut ohne echte Umsetzungsperspektive

Das neue Radverkehrskonzept 2026–2035 liegt vor. Die AG Mobilität der Linken Potsdam sowie der ADFC Potsdam sehen darin viele sinnvolle Maßnahmen, aber auch ein Déjà‑vu: Die strukturellen Probleme der vergangenen Jahre bleiben bestehen. Zahlreiche Projekte aus dem alten Konzept – etwa an Marquardter Straße, Nedlitzer Straße, Lennéstraße, Charlottenstraße, Horstweg oder Bahnhofstraße – sind bis heute nicht umgesetzt, nur geplant oder zurückgestellt. Diese Verzögerungen prägen auch das neue Konzept.

Paul Wiesenberg (Die Linke) erklärt: „Wir begrüßen die inhaltliche Richtung, aber ohne ausreichende Mittel bleibt alles Theorie. Für eine wirksame Umsetzung bräuchte Potsdam rund 30 Euro pro EinwohnerIn und Jahr – tatsächlich stehen nur maximal 12 Euro bereit. Das ist strukturelle Unterfinanzierung, und sie verhindert seit Jahren echten Fortschritt.“ | Weiterlesen

OHV: Friedensfahrt durch Oranienburg, „Nie wieder Krieg, Frieden ist der Weg!“

Am Weltfriedenstag gingen Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten in Oranienburg auf die Straße. Die Friedensfahrt verband die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus mit aktuellen Forderungen nach Abrüstung, Diplomatie und Frieden.

Im Mittelpunkt standen die zunehmende Aufrüstung, geplante militärische Nutzungen und die Zukunft ehemaliger Konversionsflächen. Die Botschaft war klar, Krieg darf nicht zur Normalität werden. | Weiterlesen

OPR: Unsere Böden sind Gemeingut und müssen dauerhaft gesichert werden

Am 2. September 1945 wurde in Kyritz die Bodenreform ausgerufen.
Großgrundbesitz wurde gebrochen, Land an Kleinbauern und Landarbeiter*innen verteilt. | Weiterlesen

Kommunalpolitisches Forum

Kommunalpolitiker*innen treffen sich zum Vernetzen

Am vergangenen Wochenende trafen sich Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus dem ganzen Land Brandenburg auf Einladung des Kommunalpolitischen Forums Brandenburg e. V. im Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz. In dem zum Bildungs- und Tagungsort umgebauten Schloss ging es dabei nicht nur um Fortbildung, sondern vor allem um Austausch, Vernetzung und die Frage, wie linke Kommunalpolitik unter oft schwierigen Bedingungen vor Ort erfolgreich gestaltet werden kann.

Schon am Freitagabend, dem Anreisetag, wurde deutlich: Vernetzung ist das A und O, wenn wir voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam profitieren wollen! Umso unverständlicher war es, dass am Samstagmorgen letztlich nur rund 15 Interessierte vor Ort waren. Hört man doch aus allen Teilen Brandenburgs von linken Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern, dass es mehr Ausbildung, Weiterbildung und vor allem mehr Vernetzung braucht. Dazu gehört allerdings auch der Wille, sich tatsächlich miteinander zu vernetzen. | Weiterlesen

Aus den Arbeitsgemeinschaften

Netzwerk Europäische Linke: Gemeinsam gegen Faschismus und für internationale Solidarität

Am 29. August 2026 fand in Malá Úpa im Riesengebirge das traditionelle antifaschistische Riesengebirgstreffen statt. Auch das Ständige Forum der Europäischen Linken der Regionen nahm an der Veranstaltung teil und setzte damit ein Zeichen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der demokratischen und antifaschistischen Kräfte. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Erinnerung an die Opfer des Faschismus, die Auseinandersetzung mit der Geschichte sowie die Verpflichtung, heute entschlossen gegen Faschismus, Rassismus und Nationalismus einzutreten. Gerade angesichts zunehmender rechter und nationalistischer Kräfte in Europa bleibt die antifaschistische Erinnerungskultur von großer Bedeutung.

Das SFEL- R verband die Teilnahme am Riesengebirgstreffen mit einem Zeichen der internationalen Solidarität mit Kuba. Im Rahmen des Treffens wurde eine Spendenaktion durchgeführt. Dabei konnten 100 Euro für die Unterstützung des gebeutelten Landes gesammelt werden. Der gesammelte Betrag wurde vor Ort dem 1. Stellvertreter der KSCM Petr Šimůnek übergeben, da die KSCM sehr enge Kontakte zur kubanischen Botschaft in Prag hat.Damit hat die Landesarbeitsgemeinschaft Netzwerk EL, die Mitglied des SFEL-R ist, in diesem Jahr bereits 1597,00 Euro gespendet. Antifaschismus und internationale Solidarität gehören für das SFEL- R zusammen. Die Erinnerung an die Verbrechen des Faschismus darf nicht bei Gedenkveranstaltungen stehen bleiben. Sie verpflichtet uns, für Frieden, soziale Gerechtigkeit, Völkerverständigung und die Solidarität mit Menschen und Ländern einzutreten, die für ihre eigene Entwicklung und ihre politische und soziale Souveränität kämpfen. Das Riesengebirgstreffen in Malá Úpa war deshalb auch in diesem Jahr ein wichtiges Zeichen: Gemeinsam erinnern, gemeinsam handeln und gemeinsam für eine friedliche und solidarische Zukunft eintreten.

Aus dem Bundestag

Isabelle Vandre: Zwei Jubiläen, eine klare Botschaft: Kultur und Jugendarbeit sichern

Gleich zwei wichtige Jubiläen konnte die Bundestagsabgeordnete Isabelle Vandre die Woche in Potsdam mitfeiern: Das Rechenzentrum beging seinen 11. Geburtstag, der Stadtjugendring Potsdam feierte sein 35-jähriges Bestehen. Beide Orte stehen für eine lebendige, vielfältige und selbstorganisierte Stadtgesellschaft.

Vandre nutzte die Jubiläen zugleich, um auf die politischen Herausforderungen aufmerksam zu machen. Sie fordert den dauerhaften Erhalt des Rechenzentrums als wichtigen Ort für Kunst, Kultur und zivilgesellschaftliches Engagement. Nach dem jüngsten Beschluss zur Weiternutzung bis 2033 müsse jetzt eine langfristige Perspektive geschaffen werden.

Auch für die Kinder- und Jugendarbeit brauche es verlässliche Rahmenbedingungen. "Gerade wenn die öffentlichen Kassen unter Druck geraten, dürfen wir nicht bei den Angeboten für Kinder und Jugendliche sparen. Wer Beteiligung und Demokratie stärken will, muss die Strukturen vor Ort auskömmlich finanzieren", so Vandre. Der zunehmende Spardruck dürfe nicht dazu führen, dass wichtige Freiräume, Begegnungsorte und Angebote für junge Menschen wegfallen.

Christin Willnat: Aus für Greenwashing mit Nachhaltigkeitssiegel

230 Nachhaltigkeitssiegel, viele davon selbst erfunden, kaum eines unabhängig geprüft.
Die EmpCo-Richtlinie räumt mit dem Siegelwildwuchs auf. Ab dem 27. September darf kein Unternehmen mehr einfach so „nachhaltig" oder „klimaneutral" werben.

Die neue EmpCo-Richtlinie zwingt zur Transparenz.
Was das für Verbraucher*innen konkret bedeutet, liest du hier.

Christian Görke: Ein Brandenburger mehr im Kabinett

Gestern wurde bekannt, dass der zweifache Olympiasieger im Kanu, Ronald Rauhe, das Amt des Staatsministers für Sport und Ehrenamt übernimmt. Ich freue mich für Rauhe – nicht nur, weil wir mit ihm einen Brandenburger mehr im Kabinett haben, sondern vor allem, weil dieses wichtige Amt endlich mit jemandem besetzt wird, der den Sport von innen kennt.

Vor ihm liegt eine große Aufgabe. Die bisherige Sportpolitik und die Umstände der Neubesetzung werfen weiterhin ein schlechtes Licht darauf, welchen Stellenwert Sport und Ehrenamt unter diesem Bundeskanzler haben. Entscheidend ist am Ende nicht die Personalie, sondern die politische Weichenstellung.

Was das konkret heißt, sieht man in Brandenburg. Als Finanzminister habe ich dafür gesorgt, dass die Sportförderung des Landes gesetzlich abgesichert und erhöht wurde für Trainerstellen, für den Nachwuchs, für die Sportstätten der Vereine. Diese Grundlage trägt bis heute, sie wird aber längst nicht mehr entschlossen genug ausgebaut. Und das eigentliche Problem liegt beim Bund. Brandenburg kofinanziert sogar Personal an Bundesstützpunkten, während der Bund seine eigenen Trainerinnen und Trainer auf befristeten Verträgen hält. Ein Land kann nicht ausgleichen, was der Bund bei seinem eigenen Personal versäumt. Und Spitzensport beginnt ohnehin nicht im Stützpunkt, sondern in der Turnhalle in der Prignitz und im Schwimmbad in der Uckermark.

Der Sport braucht endlich Verlässlichkeit mit einer langfristig gesicherten Finanzierung und einer Politik, die Schul-, Breiten- und Spitzensport zusammen denkt und die Sportförderung von Kommunen, Ländern und Bund besser miteinander verzahnt.

Aus dem Europaparlament

Martin Günther: 175.000 Hitzetote Fossilkonzerne müssen zahlen

Europa erwärmt sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. In der WHO-Europaregion sterben jährlich mehr als 175.000 Menschen an den Folgen extremer Hitze. Besonders betroffen sind Arbeiter*innen, Rentner*innen und Menschen mit geringem Einkommen. Gleichzeitig schwächen Konservative und extreme Rechte den europäischen Klimaschutz, während fossile Konzerne weiter Milliardenprofite erzielen.

In seiner Rede im Europäischen Parlament fordert Martin Günther, die Kosten der Klimakrise nicht auf die Bevölkerung abzuwälzen. Stattdessen müssen fossile Subventionen abgebaut, extreme Vermögen und Emissionen stärker besteuert und die größten Verschmutzer zur Kasse gebeten werden. Klimaschutz heißt: Menschen und Leben schützen, nicht die Gewinne der Fossilindustrie. | Weiterlesen

Stellenausschreibungen

Mitarbeiter*in Sachbearbeitung im Bereich Studienwerk (w/d/m, Teilzeit, befristet bis zum 31.12.2027).

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung sucht zum 01.10.2026 eine*n Mitarbeiter*in Sachbearbeitung im Bereich Studienwerk (w/d/m, Teilzeit, befristet bis zum 31.12.2027).

Die Bewerbungsfrist ist der 18.09.2026.

Die Ausschreibung findet ihr unter diesem Link: Ausschreibungen - Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Termine

351. Zoomstammtisch: Neues aus dem Parteivorstand mit Luca Renner

Wann? 4 Sep. 2026 um 20:00 Uhr Wo? Online

Termin ansehen

Wie die Zeitenwende in die Köpfe kommt – Krieg und Rüstung in den Medien

Wann? 7 Sep. 2026 um 19:00 Uhr Wo? Kosmos im Rechenzentrum, Dortustr. 46, 14467 Potsdam Wie wird Krieg seit der „Zeitenwende" …

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Digitalen Montagsgespräch: Können wir uns die Jugend sparen?

Wann? 7 Sep. 2026 um 19:00 Uhr Wo? online Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde, Kinder- und Jugendpolitik steht …

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Digitalen Montagsgespräch: Können wir uns die Jugend sparen?

Die offene Samowar-Runde

Wann? 09.09.2026, 16:00 - 18:00 Uhr Wo? Toni-Stemmler-Klub, Hohe Kiefer 41, 14532 Kleinmachnow Politische Gesprächsrunde, zu der Themen und Gesprächspartner*innen …

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Sitzung des Landesvorstandes

Wann? 12 Sep. 2026 um 10:00 Uhr Wo? „Treffpunkt Freizeit“, Am Neuen Garten 64, 14469 Potsdam

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Diskussion/Vortrag: Erik Neutsch – Der letzte Jakobiner

Wann? 12.09.2026, 17:00 - 19:00 Uhr Wo? Lothar-Bisky-Haus, Alleestraße 3, 14469 Potsdam Die Werke „Spur der Steine“ und „Auf der …

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Vortrag und Gespräch: Wer hat Angst vorm Regenbogen? Warum Diversität kein Problem, sondern die Lösung sein kann

Wann? 17.09.2026, 17:00 - 19:00 Uhr Wo? Gewerbehof/Präsenzstelle Luckenwalde, Beelitzer Straße 24, 14943 Luckenwalde Themen wie Migration, Gleichstellung, Klimapolitik, sexuelle …

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