Kitas: Kollaps verhindern!

Seit Jahren stellen sich Eltern, Träger und Beschäftigte beim „Kita-Kollaps“ gegen die Verschlechterung der Betreuungsbedingungen in Brandenburgs Kitas. Die Linke Brandenburg fordert eine klare Prioritätensetzung:

„Statt sinkende Kinderzahlen zu nutzen, um mit gleichbleibendem Mitteleinsatz endlich bessere Betreuungsqualität zu ermöglichen, setzt die Landesregierung schon wieder den Rotstift an. Die bereits zugesicherte Verbesserung des Personalschlüssels im Krippenbereich wird gestrichen, obwohl sinkende Kinderzahlen das Potenzial für Verbesserungen in allen Altersgruppen eröffnen würden. Die Streichung der 3. Betreuungsstufe über 8 Stunden wird zu weiteren Einschränkungen des Angebots führen. Familien werden zusätzlich belastet, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird gerade für Alleinerziehende noch schwieriger. Und statt die dringend benötigten Fachkräfte in den Kitas zu halten und zu entlasten, werden Träger zu Entlassungen gezwungen.“, stellt Kathrin Dannenberg, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung und Schule fest.

Stephan Wende, stellvertretender Landesvorsitzender, ergänzt: „Mit dem Entfall des Kostendeckels für das Mittagessen droht Eltern eine Vervielfachung ihrer Kostenbelastung. Damit hinge es künftig vom Geldbeutel der Eltern ab, ob ein Kita-Kind mittags eine warme Mahlzeit bekommen kann. Das ist absolut inakzeptabel!

Die Linke sagt klar: alle Mittel, die jetzt aufgrund sinkender Kinderzahlen eingespart werden, dürfen nicht im Haushalt verschwinden, sondern müssen für die Verbesserung der Betreuungsqualität genutzt werden. Das heißt für uns: Beibehaltung der 3. Betreuungsstufe, Senkung des Personalschlüssels im Krippen- und Kitabereich und Beibehaltung des Kostendeckels oder Kostenfreiheit für das Mittagessen.“

„Der aktuelle Entwurf des Kitafinanzierungs-Neuordnungs-Gesetzes gehört in die Tonne. Wir brauchen eine Kitafinanzierung, die einheitliche Qualitätsstandards, eine gute Personalausstattung und soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt! Die Linke hat dafür schon 2024 einen Gesetzentwurf im Landtag vorgelegt, der auf der Expertise von Trägern, Fachkräften und Elternvertretungen beruhte. Das wäre ein guter Ausgangspunkt für einen Neustart.“, so Kathrin Dannenberg abschließend.