Jubelnde Menschen anlässlich der Befreiung Deutschlands von der Naziherrschaft

8. Mai: Tag der Befreiung – Erinnerung und Mahnung für eine friedliche Zukunft

Heute erinnern wir gemeinsam an den 8. Mai 1945, den Tag der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Rote Armee besiegte die deutsche Wehrmacht und befreite mit den Alliierten Europa vom Nazi-Terror. Dazu erklärt Sebastian Walter, Landesvorsitzender der Linken Brandenburg:

„Der 8. Mai ist für uns ein Tag der Erinnerung, der Mahnung und der Verantwortung.

Wir alle, die wir heute leben, verdanken die Grundlagen unseres Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt den Siegern des 8. Mai. Die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, sind und bleiben auch unsere Befreier.

Wir gedenken der Menschen, die dem Holocaust, dem Rassenwahn, der politischen Verfolgung und dem Vernichtungskrieg der Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Sie bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid und ihrem Leben.

Wir erinnern heute an die mutigen antifaschistischen Widerstandskämpfer*innen, die gegen die Nazi-Barbarei aufstanden – in Deutschland, in der Emigration, als Teil von Partisanenverbänden und in den Streitkräften der Anti-Hitler-Koalition.

Der 8. Mai steht für Solidarität und Antifaschismus. Er ist uns allen eine Mahnung, unverdrossen für eine gerechtere, friedliche Welt einzutreten. Demokratie, Freiheit und Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeiten. Antisemitismus, Rassismus, Hass und Hetze dürfen nie wieder ihren Platz in unserer Gesellschaft finden.

Der 8. Mai ist uns nicht nur ein Tag der Erinnerung und Mahnung, sondern auch ein Tag der Verpflichtung für die Zukunft. Die historische Verantwortung gebietet uns, dem Wiedererstarken von rechtsextremen Strukturen entschieden entgegenzutreten. Gemeinsam mit allen Demokratinnen und Demokraten sagen wir klar und unmissverständlich: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“