Katharina Slanina: Einheit vollenden – Lohngerechtigkeit herstellen!

Die Lohnlücke zwischen Ost und West besteht auch mehr als 35 Jahre nach der Wende fort. In Brandenburg werden im Mittel 15% weniger verdient als in den alten Bundesländern, wie Zahlen des statistischen Bundesamtes zeigen. Damit muss endlich Schluss sein, fordert die Linken-Landesvorsitzende Katharina Slanina:

„Wenn sich der Jahresverdienst 35 Jahre nach der Einheit im selben Job um mehr als 7.000 Euro unterscheidet, dann ist das durch nichts mehr zu rechtfertigen! Ostdeutsche sind keine Arbeitskräfte zweiter Klasse – und sie dürfen auch nicht länger so behandelt werden! Im verarbeitenden Gewerbe steigt dieser Unterschied auf bis zu 14.000,- Euro. Das zeigt, was es bedeutet, wenn Unternehmen wie Tesla die Tarifbindung schamlos unterlaufen können und ihnen dafür dennoch der rote Teppich ausgerollt wird.

In dieser Situation ist es ein völlig falsches Signal, wenn in der Landesregierung über die Abschaffung des Vergabegesetzes diskutiert wird. Das Gegenteil wäre richtig: die Ausweitung des Vergabegesetzes zu einer unbedingten Tariftreuepflicht, die für öffentliche Aufträge aller Ebenen gilt und auch Nachunternehmer*innen einschließt. Soziale Sicherheit braucht gute Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne. Die gibt es nur mit einer hohen Tarifbindung und starken Gewerkschaften.

Es muss endlich Schluss sein damit, dass Konzerne ihre Profite steigern, indem sie den Osten als Billiglohn-Region missbrauchen. Dieses Modell hat abgewirtschaftet – und es muss 35 Jahre nach der Wende endlich unterbunden werden!“