Ort: Stadtverwaltung Strausberg, Hegermühlenstraße 58, 15344 Strausberg
Zeit: 8 Sep. 2025 um 18:00 Uhr
Am 2. August 1904 wurde der Ringer, Kommunist und Widerstandskämpfer gegen die NS-Diktatur Werner Seelenbinder geboren und am 24. Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden ermordet. 2008 wurde der Antifaschist in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.
1936 belegte er bei den Olympischen Spielen in Berlin den 4. Platz. Insgesamt wurde er sechsmal deutscher Meister und gewann 1937 und 1938 jeweils die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften im Ringen.
Er gehörte zu den wenigen Deutschen, die nachweisbar im aktiven Widerstand gegen Adolf Hitler standen. So verweigerte er z.B. bei einer öffentlichen Siegerehrung den Hitlergruß, nutzte seine Teilnahme an internationalen Sportereignissen zum Aufbau von Auslandskontakten für den kommunistischen Widerstand und für Kuriertätigkeiten. Ab 1938 arbeitete er für die Widerstandsgruppe Uhrig, vervielfältigte und verteilte Flugblätter, sicherte illegale Treffen ab, beschaffte sichere Quartiere und Lebensmittel für illegal arbeitende Genoss*innen. 1942 deckte die Gestapo die Uhrig-Gruppe auf.
Die Ausstellung wurde seit 2018 unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Rump mit Studierenden der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin als Recherche- und Forschungsprojekt konzipiert. Seit 2024 wurde die überarbeitete Ausstellung in mehreren deutschen Städten gezeigt.
