Sebastian Walter: Klinikschließung in Wittstock – Woidke muss Verantwortung übernehmen!
Gestern wurde bekannt, dass der KMG-Konzern sein Krankenhaus in Wittstock zum 1. Januar 2027 schließen will. Sebastian Walter, Vorsitzender der Linken in Brandenburg fordert sofortiges Handeln der Landesregierung:
„Die Schließungspläne der KMG zeigen: der Markt ist als Instrument zur Sicherung einer stabilen Gesundheitsversorgung untauglich! Ein Wegfall des Krankenhauses in Wittstock ist ein herber Einschnitt in die Versorgungssicherheit einer ganzen Region, der unbedingt verhindert werden muss! Längere Wege und Rettungszeiten im Ernstfall gefährden letztlich Leben. Das können wir nicht hinnehmen!
Ministerpräsident Woidke steht persönlich im Wort. Mehrfach hat er den Erhalt aller Krankenhausstandorte im Land zugesichert. Ministerin Müller wollte bereits vor Monaten einen Plan vorlegen – passiert ist bisher genau nichts. Die Landesregierung darf nicht nur versprechen – sie muss jetzt endlich liefern!
Das Land sollte den Krankenhausstandort übernehmen und damit die Grundlage für einen Landeskrankenhausverbund legen. Denn es ist angesichts der Krankenhausreform längst absehbar, dass weitere kleinere Standorte insbesondere in den ländlichen Regionen akut gefährdet sind. Die Krankenhaus-Struktur in Brandenburg kann nicht länger von Gewinnerzielungsmöglichkeiten und dem Gutdünken privater Konzerne wie KMG abhängen. Die Verantwortung für eine stabile, wohnortnahe und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung trägt der Staat! Herr Woidke – handeln sie!“

