Katharina Slanina: Schließung in Eberswalde ist Schlag ins Gesicht der Region
Die gestern angekündigte Schließung der Eberswalder Wurst-Produktion in Britz durch die Tönnies-Gruppe ist ein harter Schlag für die gesamte Region. Dazu erklären die Landesvorsitzende der Brandenburger Linken und Kreistagsabgeordnete im Barnim, Katharina Slanina:
„Mit der Schließung dieses Traditionsstandorts wird erneut ein Stück ostdeutscher Identität vernichtet und der Landkreis verliert seinen größten Arbeitgeber. Das Agieren der Tönnies-Gruppe erinnert an finsterste Treuhand-Zeiten und dient ganz offensichtlich allein der Marktbereinigung und Profitsteigerung. Hier wäre eine handlungsfähige Landesregierung zur Rettung des Standortes gefragt.“, sagt Slanina.
„Tönnies steigert seine Rendite auf dem Rücken von Beschäftigten, die dem Werk zum Teil seit Jahrzehnten verbunden sind. Dass Gesetzeslücken es immer noch ermöglichen, die Übernahme eines Traditionsstandorts als Neugründung zu deklarieren, ist ein Riesen-Skandal. Auch Unternehmen haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Wir brauchen Gesetze, die sicherstellen, dass sie diese auch wahrnehmen! Für den Barnim ist der Wegfall dieses Arbeitgebers ein harter Einschnitt und der Kreis wird Unterstützung benötigen, um diesen Ausfall zu kompensieren.
Nach der Schließung Fleischverarbeitung in Perleberg verschwindet nun ein weiterer Standort in Brandenburg. Die Wege zur Schlachtung werden damit immer weiter das schadet dem Tierwohl und auch der regionalen Landwirtschaft massiv. Betriebe, die der Versorgung der Menschen dienen, dürfen nicht länger Spekulationsobjekte sein!“

