Katharina Slanina: Teilzeit-Debatte ist zynisch

Die von der CDU losgetretene Debatte zu „Lifestyle-Teilzeit“ geht an der Lebensrealität der Brandenburger*innen komplett vorbei. Linken-Landesvorsitzende Katharina Slanina hat deshalb eine klare Erwartung an die neue Landesregierung:

„Teilzeit ist für Menschen, die sie nutzen, fast immer zwingend notwendig – um Kinder versorgen, Angehörige pflegen oder auch schlicht die eigene Gesundheit erhalten zu können. Mehr als ein Drittel der Brandenburger*innen ist teilzeitbeschäftigt. Die Landesregierung muss sich jedem Versuch widersetzen, diesen Anspruch einzuschränken!

Menschen leben nicht, um zu arbeiten. Sie arbeiten, um zu leben! Die fortwährenden Angriffe der CDU auf Arbeitnehmer*innenrechte sind respektlos und zynisch. Ausdehnung der Wochenarbeitszeit, Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, jetzt also auch noch Einschränkung des Teilzeitanspruchs. Tatsächlich ist die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland nach Angaben des DIW auf einem historischen Höchststand – es wird also mehr, nicht weniger geleistet.

Das eigentliche Problem ist doch, dass Überstunden und herausfordernde Arbeitsbedingungen Menschen krank machen – und die Teuerung dazu führt, dass immer mehr Menschen von ihrer Arbeit nicht vernünftig leben können. Hier besteht dringender Handlungsbedarf und hier muss auch die neue Landesregierung Prioritäten setzen!“