Internationaler Frauentag: Wut trifft Feminismus
Das ist das Motto der diesjährigen Frauenwoche in Brandenburg. Zum heutigen internationalen Frauentag sagt die Landesvorsitzende der Linken, Katharina Slanina:
„Diese Wut ist berechtigt, weil Ungerechtigkeit noch immer Alltag ist: bei schlechter Bezahlung, ungleicher Verteilung von Care-Arbeit, mangelnder Absicherung und anhaltender Gewalt gegen Frauen. Diese Wut ist politisch – und sie ist dringend notwendig! Denn sie erzeugt Kampfgeist. Und den braucht es, um Strukturen zu verändern, die auch in Brandenburg noch immer als selbstverständlich hingenommen werden, Frauen aber systematisch benachteiligen.“
„Unsere Wut ist kein Makel – sie ist der Motor für Gerechtigkeit. Wenn Feminismus auf Wut trifft, beginnt Veränderung.“, ergänzt Sibylle Wallat-Schwarz, Co-Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Linke Frauen. „Gerade deshalb richten wir eine klare Forderung an den zukünftige Minister Wilke: Die Fördermittel für Frauenprojekte, Frauenhäuser und die Antidiskriminierungsberatung müssen endlich freigegeben und langfristig verlässlich aufgestellt werden. Wer Gleichstellung ernst meint, muss die Strukturen stärken, die Frauen schützen, beraten und unterstützen.“
„Der Kampf um Gleichstellung ist aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deswegen ist der heutige Tag auch eine Aufforderung an den männlichen Teil der Gesellschaft: Es reicht nicht, Gleichstellung nur zu fordern. Männer müssen ihre strukturellen Vorteile wahrnehmen und dagegen aktiv werden. Nur so können wir echte Gleichstellung gemeinsam durchsetzen – solidarisch, laut, entschlossen!“, so Slanina weiter.

