Katharina Slanina: „Nie wieder!“ heißt heute praktisch handeln!
In dieser Woche gedenken wir der Verhaftung der fast 100 Sinti und Roma in Brandenburg zwischen dem 3. und 8. März 1943 und ihrer Verschleppung in das Vernichtungslager Auschwitz. Dazu erklärt die Landesvorsitzende der Linken, Katharina Slanina:
„Seit 2022 hat Brandenburg in seiner Landesverfassung ein Staatsziel, das helfen soll, Lehren aus dieser Vergangenheit zu ziehen: Das Land soll dem Antiziganismus entgegentreten und so einen Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben leisten. Doch praktisch passiert ist seitdem nichts.
Aktuelle Studien wie der gerade vorgestellte Berlin Monitor 2025 belegen, dass antiziganistische Einstellungen bis weit in die Mitte der Gesellschaft reichen. 45% der Befragten gaben dort beispielsweise an, dass die Anwesenheit der Minderheit zu Konflikten führt, 30% halten Sinti und Roma für ‚nicht so zivilisiert‘. In Brandenburg gibt es solche Erhebungen sicherheitshalber gar nicht erst.
Es hilft aber nicht, vor diesen Problemen die Augen zu verschließen! Die neue Landesregierung muss endlich eine Strategie für den Kampf gegen den Antiziganismus entwickeln! Das ist Verfassungsauftrag! Nur wenn das Eintreten gegen Antiziganismus – so wie der Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus – endlich als landespolitische Aufgabe begriffen und umgesetzt wird, kann verhindert werden, dass Nachbarn – wie vor mehr als 80 Jahren – wieder über Nacht verschwinden!“

