Yasmin Kirsten: Safe Abortion Day: Weg mit § 218 – Selbstbestimmung ist kein Straftatbestand

Zum Internationalen Safe Abortion Day am Montag, 28. September, fordert Die Linke Brandenburg die Streichung des § 218 aus dem Strafgesetzbuch und einen wohnortnahen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen als Teil der regulären Gesundheitsversorgung überall in Brandenburg.

„Ein Schwangerschaftsabbruch gehört endlich in die reguläre Gesundheitsversorgung und nicht ins Strafgesetzbuch. Selbstbestimmung ist kein Straftatbestand“, erklärt Yasmin Kirsten, stellvertretende Landesvorsitzende der Linken Brandenburg.

2025 gab es in Brandenburg nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg 3.175 Schwangerschaftsabbrüche. Trotzdem gelten sie weiterhin grundsätzlich als rechtswidrig. Betroffene müssen eine Pflichtberatung und Wartefristen durchlaufen und bleiben häufig auf den Kosten sitzen.

„Gerade in Brandenburg zeigt sich, was das in der Praxis bedeutet“, kommentiert Kirsten weiter. „Wer im ländlichen Raum lebt, muss oft weite Wege auf sich nehmen, weil es vor Ort kein ausreichendes Angebot gibt. Das Grundrecht auf Selbstbestimmung darf nicht von der Postleitzahl abhängen. Die Landesregierung muss endlich eine wohnortnahe Versorgung sicherstellen.“

Die Linke Brandenburg fordert die Abschaffung des § 218 StGB und kostenlose Schwangerschaftsabbrüche als reguläre Gesundheitsleistung. Dazu gehört ein wohnortnahes Angebot auch im ländlichen Raum. Damit genügend Ärzt*innen Abbrüche sicher durchführen können, muss die praktische Lehre bereits im Medizinstudium sichergestellt und die Aus- und Weiterbildung ausgebaut werden. Frauen müssen effektiv vor Einschüchterungen durch Abtreibungsgegner geschützt werden. Und schließlich braucht es kostenlose Verhütungsmittel und umfassende sexuelle Bildung.